AHOO MAHER

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GESICHTE

Der Blick in einen zersprungenen Spiegel oder einen aufgewühlten See zeigt uns ein befremdliches Bild der Welt. Was wir mit den Augen sehen, scheint verschoben, dekonstruiert und verzerrt. In unserem Kopf ergeben sich dennoch Interpretationen von Bildern und Erinnerungen, wie wir sie kennen. Durch den spielerischen Zugang ist es den BesucherInnen möglich, die Bruchstücke der gezeichneten Selbstportraits wie ein Puzzle selbst neu zusammenzustellen, und somit interaktiv neue Kunstwerke permanent entstehen zu lassen.

In dieser Ausstellung verleitet die Künstlerin die Betrachtenden zur Aktion: Die ausgestellten Portraits können verändert werden, die Bestandteile spielerisch auseinandergerissen und neu komponiert werden. Schaffen wir dann die Verbindung zu unseren Sinnen, die ja alle in unserem Gesicht manifest sind, und ihren Wertigkeiten für unsere Wahrnehmung, kann uns mehr als ein vergnüglicher Umgang mit einem Gesichtspuzzle erwachsen: Die Auseinandersetzung mit unserer Kultur und ihren immanenten Wertigkeiten. Vielleicht schaffen wir bei der Neuanordnung des Gesichts auch eine Neuordnung der Gedanken, die einem homo sapiens täglich geläufig sein sollte

Die Lücke im Raum wird durch ein Selbstporträt der Künstlerin gefüllt. Ihr schreiendes Spiegelbild visualisiert eine Art Fenster, dass die Verbindung zwischen Keller und Ausstellungsraum für BesucherInnen sichtbar macht.

Das Spiegelbild des Betrachters/der Betrachterin überlagert sich mit dem Selbstporträt der Künstlerin. Durch die unendliche Wiederholung entsteht ein neuer Raum. Eine Illusion die Fantasie und Neugier des Besuchers wecken soll